Es muss beschlagen sein!

28. Oktober 2011

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Grüß Blog zusammen,

vor dem Wochenende ist nach der Party-Woche. Muss dringend einen festen Visagisten einstellen, weil das so (schwarze Augenränder, Fix-und-alle-Teint) nicht weitergehen kann.

Bereits am Montag tobte der Irrsinn. Während andere da noch ihren Samstags-Rausch ausschlafen, ließes es die Promis krachen. Im wunderhübschen Prinz Alfons Palais in Bogenhausen lud der “E! Entertainment”-Sender zum Relaunch-Event (was wäre die Münchner Szene ohne englische Vokabeln?). In Wahrheit war es eine Haus-Party deluxe. In jedem Zimmer fühlten sich die Promis gleich wie Zuhause, saßen auf dem Boden, aßen im Stehen, spielten Billard, fragten, ob sie drinnen rauchen dürfen und schmissen ab und zu ein paar Gläser um.

Ich traf die erschlankte Christine Neubauer, die sich gleich bei mir für den “Moppel-Ich wird zum Mucki-Ich”-Artikel bedankte. Das Halbweib sieht wirklich wahnsinnig dünn, trainiert und super aus. Das beste Schönheits-Rezept ist allerdings ihre neue Liebe – mit José geht sie jetzt auf große Liebes-Reise.

Männer-Model Marcus Schenkenberg ernährt sich flüssig von Wodka, und das andere, sehr viel unterhaltsamere Männermodel Papis Loveday lästert mir zu: “Boah, der ist ganz schön fett geworden!” Zickenkrieg wird in München halt auch immer zum Schampus (Moet satt) serviert. Edel-Essen-Beschaffer Uli Dahlmann, der mehr und mehr auf den Münchner Catering-Thron wandert, sorgte dafür, dass kein einziges Glas leer wurde.

Zwischen Daniela Katzenberger und etlichen Moderatorinnen/Models/Schmuckdesignerinnen/Exen-von tauchte dann endlich der Star-Gast auf: Kelly Osbourne. Die Tochter der Rock-Legende hat die Skandal-Gene von Ozzy geerbt. Sie trinkt viel, raucht viel, lacht viel – und laut. Kurz zuvor hatte sie das Bier im Hofbräuhaus gekostet. “Ich liebe München”, erzählte sie mir. “Ich will unbedingt einen deutschen Mann – noch viel lieber als ein Dirndl. Die kosten ja 3000 Euro, das ist mir echt zu teuer.”

Toll: Kelly mischte sich ins Haus-Party-Getümmel und wurde nicht – wie sonst bei Stargästen üblich – in einer VIP-Ecke weggesperrt. Sie genoss die Anteilnahme und den Champagner.

Mein lieber Freund Schampus-Schommi (trinkt wirklich NIE Prosecco – lieber verlässt er die Party) hat mir an der Bar dann den neuen Trink-Trend erklärt: “Es muss beschlagen sein!”

Bitte?

Schampus-Schommi weiter: “Es reicht nicht, dass der Champagner kalt oder die Gläser kühl sind. Die Gläser müssen beschlagen sein!” Drei Mal lässt er deshalb die vollen Schampus-Gläser zurück gehen, bis er endlich ein beschlagenes Glas erwischt.

Meine bessere und chaotischere Seite, also der Mann, der niemals einen Regenschirm benutzt und deshalb dauernd erkältet ist, probierte die Variante gleich mal aus. Und siehe da: “Beschlagener Moet ist besser als Grippostad. Ich bin geheilt!”

Verschlagen sind dafür andere, die ich hier mal lieber nicht aufzähle. Fakt ist, dass Kelly später noch in der Milchbar weiterrockte, Dschungel-Queen Indira bei uns übernachtete und am nächsten Tag übermüdet im Zug erst in Dortmund aufwachte, obwohl sie in Frankfurt aussteigen wollte. What A Night!

Um Gerüchten, in München würde nur getrunken und nie gegessen werden, vorzubeugen, hier noch dieser Beißerchen-Beweis: Gestern in der Käfer-Schänke empfing Trüffel-Papst Stephan Burger 15 auserwählte Gäste, um die Trüffelsaison mit weißem Alba-Trüffel zu starten.

Sechs Gänge, einer knolliger als der andere, verzauberten den Gaumen der Gäste. Angefangen von Trüffel-Sushi über Trüffel-Passatelli (Pasta mit Käse im Teig) bis zu Trüffel-Schoko. Mmmh. Sogar ich, die wirklich nie Schokolade isst, probierte todesmutig die süße Variante mit Schokolade. Ein Traum.

Bevor mich jetzt alle für diese Woche hassen, höre ich für heute mal lieber auf. Cheers!

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Der richtige Mann

20. Oktober 2011

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Hallo und Huhu,

zwischen einem prickelnden Interview mit dem Pommery-Kellermeister Thierry Gasco (er hat DEN Traumjob) und Partys ohne Ende gibt es eine Frage, die die Mensch- und Promiheit immer bewegen wird: Was macht einen richtigen Mann aus?

Mein schwuler Freund Tyron weiß die Antwort ganz genau: “Er darf nicht kleiner als 1,72 Meter sein. Kein Student. Blaue Augen, dunkle Haare – älter als ich. Außerdem muss er Mortadella lieben. Bingo!”

Unter Schwulen ist es ja auch leicht geworden. Sieht Mann einen sexy anderen Mann, checkt er mit der GRINDR-App gleich mal, ob er wirklich schwul ist. Klar wissen, spüren, merken es die Schwulen eh schon, aber die Bestätigung freut alle. Es ist das bessere Facebook.

Wir Heteros sind da ganz auf uns allein gestellt. Eine Liebes-App wäre schon ganz praktisch. Oder etwas Hirn, eine IQ-App – was Dieter Bohlen betrifft. Der sieht das mit dem richtigen Mann ganz, äh, anders. Bei meinem Liegblingsfriseur Wolfgang Lippert rief er vor einiger Zeit an, als er in München im Luxushotel “The Charles” war.

Er wollte einen Hairstylisten um Mitternacht in seine Suite bestellen. Für Highlights (früher hießen sie Strähnchen). So weit, so gewöhnlich. Doch die nächste Forderung verblüffte Lippert. Er wolle “einen richtigen Mann”. Der Star-Friseur checkte erst gar nicht, was Bohlen damit meinte. Dann die Erkenntnis: Bohlen will einen heterosexuellen Mann. “Das habe ich in all den Jahren noch von niemandem gehört”, so Lippert zu mir. “Schon sehr seltsam, dass er darauf wert legt.”

Deutschland sucht den Super-Hetero: Von seinen 40 Mitarbeitern schieden fast alle aus. Lippert schickte Mitarbeiter Christian zu Bohlen ins Hotel. Gestern fragte ich beim Management des Erfolgsproduzenten nach: Was hat er gegen Schwule? Kommentieren wollte Bohlen das nicht.

Offenbar war er aber ziemlich zufrieden, denn anschließende Beschwerden hinsichtlich seiner Frisur gab es nicht. Nur gefönt und gestylt wollte er von Christian am Schluss nicht werden: “Das mache ich selber!” Klar, als richtiger Mann.

Mit meinem Mann, den ich übrigens für sehr richtig halte, habe ich das jetzt diskutiert. Auch er sieht das klar: “Ein richtiger Mann benutzt keinen Regenschirm – selbst wenn es schüttet.”

Das hat gerade in diesen herbstlichen Bäh-Tagen zur Folge, dass er ständig klitschnass ist und sich wundert, wenn er non-stop erkältet ist.

Tss! Männer! Ob richtig oder falsch – so ganz werde ich sie nie verstehen. Und das ist vielleicht auch ganz gut so.

Bussi, Eure Kimberly

Say Bollinger: Das Schampus-Standl

16. Oktober 2011

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Prost, meine verehrte Blog-Gemeinde!

Da die härteste Woche meines Lebens (18 Party-Einladungen, Gerd-Käfer-Geburstag und eine Gerichtsladung wegen Angela Wepper) vor mir liegt, muss ich mich ja irgendwie eingrooven. Dagegen war selbst die Wiesn ein Pups.

Das Vorglühen und -feiern geht am besten in der neuen Schrannenhalle in meiner Nachbarschaft. Dass ich diesen Satz mal schreiben würde, hätte ich nie, nie, nie gedacht. Doch seit der Eröffnung am Donnerstagmittag ist dort alles toller, cooler, weltstädtischer. Schick, schicker, Schranne.

Früher war die Schranne doch nur Panne. Voll mit seltsamen Leuten, die immer noch glauben, es sei cool, sich auf einer After-Work-Party zu treffen. Nach der Eröffnungsparty bin ich mit meinem Schatzerl und meiner lieben Freundin Stace auf Schrannen-Tour gegangen. Zuerst checken wir im Tantris Standl ein.

Tantris Standl? Jawoll! Das hat noch niemand mitbekommen, weil sich Besitzer Felix Eichbauer erst vor einem Monat entschlossen hat, einen Ableger des berühmten Zwei-Sterne-Lokals in der Schranne aufzumachen. Jetzt ist es DER Geheim-Tipp! Felix ist selbst vor Ort und begrüßt uns gleich freudig. Seine Frau Sabine lernte ich bei der Rena-Lange-Tiffany-Party im – Überraschung! – Tantris kennen, nun ratschen wir fröhlich mit beiden bei einem Glaserl Bollinger-Chamapgner (10 Euro).

Die Eichbauers sind für Smalltalk-gestresste Menschen eine Wohltat: supersymphatisch, klug, schlagfertig und extrem unterhaltsam. Und das sage ich jetzt nicht, weil sie bei mir im Glockenbachviertel ums Eck wohnen.

Alle Welt hatte ihnen abgeraten, in die Schranne zu ziehen. “Das sei nicht gut fürs edle Image”, sagt Felix schmunzelnd. Von wegen. “Ich will den Leuten die Schwellenangst vor der Sterne-Gastronomie nehmen.” Das gelingt: Das Schampus-Standl kommt perfekt an, die von Hans Haas kreierten Tartar-Tüten sind der Renner deluxe und Mixologist (Barkeeper heißen heute so, wie wir lernen) Justin hat sich mit “Herbst im Land” einen Lavendel-Drink einfallen lassen, der alle umhaut – und das liegt nicht nur daran, dass er so gut wie jedes erdenkliche alkoholische Getränk dort reinmixt. Ich mache ein Foto – statt “say cheese” rufen alle vergnügt “say Bollinger”.

Uns wird Stefan Peter vorgestellt, der jetzt nach Paula Bosch im Sommelier-Team ist. “Das muss ein Traumjob sein”, meint mein Schatzerl zu ihm. “Erzähl das mal meiner Leber”, antwortet er keck. Als unsere andere liebe Freundin Anna zu uns trifft, ziehen wir weiter zu Käfer.

Wir shoppen Lebensmittel (während Männer bei Zara die Krise kriegen, können sie seltsamerweise Stunden in Käse- und Weinabteilungen verbringen), gehen dann hoch auf die Empore ins Marktrestaurant. An der großen, schönen Bar sitzt Constantin-Boss Oliver Berben mit seiner Freundin Iris Tanz, wir setzen uns an den letzten freien Tisch, der – wie wir später von Clarissa und Michael Käfer erfahren – der Stammtisch ist. Wir probieren die leckeren Fladen “Feenzauber”, schauen auf das Getümmel unter uns und sind selbst ganz verzaubert.

Die Sternen-Halle rockt!

Bussi, Eure Bollerly

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Die beste Medizin

12. Oktober 2011

Meine Sterne des Südens,

hatschi und hallo! Ja, ich habe fetteste After-Wiesn-Grippe. Aber das Leben ist hart – vor allem ohne Wiesn. Habe schlimme Entzugserscheinungen. Kein Wunder, dass ich krank werden musste. Ich habe es mit Weißwein-Rehab probiert, mir via Taxi Hendl vom Lindwurmstüberl bringen lassen, 100 Mal hintereinander “Schatzi, schenk mir ein Foto” gehört – hat alles nüscht gebracht.

Stattdessen lag ich die letzten Tage und leider auch Abende mit Fieber im Bett. Mein geliebter Franz, der ein noch viel schlechterer Patient als ich ist, hat sich natürlich prompt angesteckt. Er leidet schon bei jedem kleinsten Huster so fies, dass ich kurzfristig mein allerschlimmstes Fieber vergesse und notgedrungen in den Krankenschwester-Job verfalle. Jetzt waren wir beide krank – und damit kurz vorm Beziehungsende. Wir haben uns angerotzt und angemotzt. Deshalb musste eine Lösung her.

Ich habe uns zwei Schniefnasen gepackt und bin auf die Theresienwiese gefahren. An dem Tag hat es zur Abwechslung nicht geregnet, also konnten wir das perfekte Picknick auf dem Wiesn-Gelände haben. Ohne grölende, kotzende Touris. Es war das wohl Romantischste, was wir je getan haben. Ich hatte ein Dirndl an, er war wie immer trachtlos, aber prachtvoll.

Auf unserer blau-weiß-karierten Decke saßen wir unterhalb der Bavaria ganz verliebt-hustend und haben melancholisch dem Wiesn-Abbau zugeschaut. Ich habe für Franz extra einen Maßkrug mitgenommen, den mit kühlem Augustiner aufgefüllt. Mir selbst gönnte ich einen Moet-Rosé-Champagner, weil man ja nur einmal lebt und nur einmal der Wiesn nachtrauert. Dazu gab es Radi, XXL-Brezn, diese Würste, deren Namen ich immer vergesse, die aber supi schmecken, Obatzda und all den Oktoberfest-Kram.

Und siehe da: Das Picknick war die beste Medizin. Wir waren blitzgeheilt. Franz euphorisch zu mir: “Das machen wir jetzt jeden Monat – am ersten Sonntag! Versprochen!” Er legte sich gesund, satt und glücklich auf die Wiesn-Wiese, gähnte und schlief in kürzester Zeit ein. Ich nahm seine Hand, kuschelte mich an ihn und schaute in den blauen Himmel. Wir lagen da so friedlich auf der sonstigen Kotzwiese, dass ich das “Bergwerk”-Lied vor mich hinsummen musste.

Manchmal ist die Wiesn am Schönsten ohne die restliche Wiesn.

Bussi, Eure Rehaberly

Professionelle, äh – Mitarbeiterinnen

28. September 2011

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Ihr Lieben,

es ist ein Wunder, dass ich zur Abwechslung gerade mal an meinem Schreibtisch sitze. Als meine fünf Wecker heute früh klingelten, war ich echt stolz auf mich, dass ich es aus meinem Bett geschafft habe. Schließlich war die Nacht gestern lang, die davor noch länger und so weiter.

Das Gute an der Wiesn ist zwar, dass sie zeitlich begrenzt ist (spätestens um 1 Uhr nachts machen Käfer und Weinzelt zu). Das Schlechte ist allerdigs, dass es viele After-Wiesn-Hotspots gibt.

Mein geliebter Franz meint zu mir: “Ich fühle mich als wäre ich 16 893 949 Jahre alt. Ich bin Methusalix. Und dabei ist die Wiesn noch nicht mal vorbei.”

Methusalix ist trotzdem an meiner Seite, als wir nach dem Schützenfestzelt, Käfer, Trader Vic’s, H’ugo’s und der Privat-Party bei M. um 4.30 Uhr in der Früh noch zu McDonald’s gehen. Zu später Stunde ändern sich die Essgewohnheiten und ich bestelle tatsächlich einen Hamburger Royal TS.

Am nächsten Tag happy weiter im Hippo. Um mich herum sind relativ viele Professionelle, äh – Mitarbeiterinnen. Sie buhlen um die Gunst der Männer, so sehr, dass sogar das abgehärtete Party-Girl Davorka erschrecken muss. Die meisten stellen sich als Moderatorin oder Image-Beraterin vor, sollten aber lieber mal am eigenen Image grundlegend feilen.

Tim Trizeps bandelt mit der lustigen Der-Ex-Von an, Sterne-Koch Heinz Winkler trinkt oben Champagner – unten schunkelt Bestseller-Autorin Gaby Hauptmann.

Wir ziehen weiter ins H’ugo’s – im Trader Vic’s im Bayerischen Hof ist relativ wenig los. Treffen Stace, die sich heute um die Russen kümmern musste (Schnaps ohne Ende), Schampus-Schommi mit seinen Jungs, Toni mit Sprizz und Til Schweiger, der es zwischen Trüffelpizza und Weißwein krachen lässt.

Die meisten Mädels würden durchdrehen, wenn sie den Kino-Liebling erkennen würden. Doch der Promille-Pegel ist höer als der Verstand – und so feiert Herzensbrecher Til Schweiger ganz ruhig und unerkannt.

Die Professionellen, äh – Mitarbeiterinnen sind größtenteils auch wieder da und haben allesamt Sponsoren für diese Nacht gefunden.

München, ich liebe dich!

Bussi, Eure Müderly

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Der Schampus-Schaden

23. September 2011

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Servus und Prost!

Die erste Woche ist noch nicht mal rum und ich habe mal nachgerechnet: 73 Stunden habe ich bereits auf der Wiesn verbracht. Allein am ersten Samstag steckte ich 20 Stunden im Dirndl. Für manche mag das eine grauenhafte Vorstellung sein. Ich liebe es.

Zwar bin ich heiser, meine Augen sind ziemlich klein, aber auch ohne Red Bull Sugarfree bin ich hellwach. Die Wiesn pusht mehr als jeder Energy Drink.

Abends schunkel ich in den ersten Stock der Käfer-Schänke hoch – zum Tisch von Pfandleihhaus-Besitzer und Buch-Autor Thomas Käfer (“Lieber Kleingeld als kein Geld”). Das ist der Cousin von Michael. Thommy sagt: “Mein Cousin bedient die oberen Zehntausend, aber ich bediene die unteren Hunderttausend!” Very witzig.

Neben uns am Tisch feiern Schweizer Autozulieferer und köpfen vier Neun-Liter-Flaschen Champagner (!!!!).

Wir essen erstmal was, die Nacht ist ja noch jung (oder gebotoxt). Thommy bestellt O-Ton Käfer-Karte: “Exklusiv für Käfer gezüchtet: In Freilandhaltung in den Berchtesgadener Alpen über dem Königssee wächst unser Pinzgauer Rind auf. Eine hervorragende Fleischqualität und die einmalige Fähigkeit dieser Rasse, Fett gleichmäßig in den Muskeln zu verteilen, stellt einen wichtigen Teil unseres Zuchtziels dar. Außerdem liegt es uns sehr am Herzen, diese vom Aussterben bedrohte Rasse und somit ein Stück Bayern zu erhalten. Pinzgauer Ochsenkotelett auf dem heißen Stein mit hausgemachter Estragonbutter, buntem Marktgemüse, Ofenkartoffel und Andechser Schnittlauchsauerrahm – pro Person 36,50 Euro.”

Im Klartext: Wir bekommen sehr, sehr, sehr viel Fleisch (das aber auch sehr, sehr, sehr gut schmeckt).

Wir sind gestärkt, die Schweizer neben uns schwächeln langsam und schenken uns ihre letzte Flasche, in der noch locker fünf Liter Schampus schwimmen. Ich selbst kann sie kaum hochheben – das mit dem Trinken klappt aber noch ;)

Der Gag: Die Riesen-Pulle (1800 Euro) wird in grauen Mülleimern gekühlt, die auch skurril-dekorativ auf den Tisch gestellt werden.

Verrückte Wiesn-Welt. Am Schluss schenkt mir der nette Käfer-Kellner die XXL-Flasche als Andenken. Besser als ein großer Stoffbär, denke ich. Da mir der tollste Mann, nennen wir ihn mal FRANZ, weil er so gern im Franziskaner is(s)t, noch keine rote Rose geschossen hat, nehme ich das Riesenbaby mit.

Als ich die Schampus-Pulle später auf das Küchenregal stelle, bricht es von der Wand ab und knallt auf den Boden. “Wir haben einen Schampus-Schaden“, stellt Franz fest und grinst. Die Flasche ist heil geblieben – kein Wunder. Ist wahrscheinlich aus Beton.

“Ich reparier das nach der Wiesn”, meint Franz und ich glaube ihm.Ich muss schnell schlafen, denn am nächsten Tag treffe ich mittags Barbie und Ken (kein Scherz) zur Mattel-Wiesn endlich wieder bei Käfer und später Reg Traviss, der letzte Freund von Amy Winehouse, im Hippo.

Verrückt, verrückter, Wiesn.

Bussi, Eure Schunkerly!

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Oans, zwoa, Bussi

19. September 2011

Guten Morgen, Mittag, Abend – Ihr Hübschen!

Hab grad den Zeitüberblick verloren, denn auf der Wiesn gibt es nur eine Uhrzeit. Immer. Und die lautet: Party!

Hätte meine völlig überteuerte Wohnung untervermieten sollen, denn ich leb eh nur auf der Theresienwiese.

Die ersten Tage/Nächte im Schnellüberblick:

Am Samstag treffen wir uns um neun Uhr MORGENS im Franziskaner (uff), da uns Jung-Boss Mathias Reinbold supernetterweise zum Mitfahren auf seinem Wagen beim Wirte-Einzug eingeladen hat. Der tollste Kerl der Welt weigert sich als echter Münchner Tracht zu tragen, ich mach das aber mit meinem pinken Angermaier-Dirndl wieder gut. Nach Weißwurst und Schnitt (Kaffee trinkt hier niemand) sagt die süße Mathias-Freundin Stace, dass wir uns rechts beim Wagen hinstellen sollen. Insider-Tipp, denn auf der Seite sieht man mehr.

Um zehn Uhr geht’s los. Mit 2 PS ins Glück. Ich fühle mich wie Kate, neben mir William, und wir winken den tausenden Schaulustigen in der Münchner Innenstadt zu. Was ein Traum! Mir geht das Herz auf.

Auf dem Wagen sind rund 40 feierwütige Freunde. Es gibt Bier und Prosecco und viel Musi.

Um 12 Uhr trinken wir im Schützenfestzelt die erste frisch gezapfte Maß. Wir treffen Wiesn-Resi mit dem Löwen-Fan, den B-Punkt, den KK, zig Promis, den anderen Linkshänder, den Typen, um den sich die Blondinen streiten, die Ananas, Roger Rankel, Sandra Ahrabian mit ihrem Maxi Obermaier, den sturzbetrunkenen Grafen – und alle anderen.

14 Stunden später sind wir doch noch im P1 gelandet – nach Käfer, Hippo, undundund. Den Kirsch-Wodka hätte ich sein lassen sollen, aber zu spät. Als wir daheim sind, fallen wir ins Bett und träumen zünftig.

Nächster Tag, ähnliches Spiel. Tagsüber in die Redaktion (mein lebendiger Wecker hat glücklicherweise funktioniert), abends bei Philip Greffenius’ Almauftrieb in der Käfer-Schänke. Zwischen Boris Becker, Gina-Lisa Lohfink und Jan Klatten bekomme ich den vollen Schampus-Bier-Mix von so Schweizer Immo-Fredis übergeschüttet. Ozapft again.

Später zieht sich mein Chef sein T-Shirt aus, seine Liebste hat nen neuen Hut und wir schunkeln rüber ins Weinzelt. Gefühlte Sekunden später sitze ich Montagmittag bei Regine Sixts Damen-Wiesn im Hippodrom. 1200 Frauen sind hier und ein Mann: DJ Ötzi stürmt die Bühne. Lilly Becker sagt zu mir: “Ich war die letzten zwei Nächte auch auf der Wiesn und bin saumüde, aber Makeup und Concealer helfen.”

Ich hab keinen Concealer, weil ich damit irgendwie nicht umgehen kann. Beschließe aber, mir gleich einen zu kaufen und Nachhilfe-Stunden zu nehmen.

Bussi, Eure Wiesnerly

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16. September 2011

Meine allerverehrteste Blog-Gemeinde,

ich bin es wirklich.

Nach einer gefühlten Unendlichkeit melde ich mich zurück. Rosé-Champagner für alle!!

Ich bin immer noch die Alte, also Junge (jawoll!) geblieben. Nur habe ich jetzt – tatata! – eine eigene Homepage. Wow! Jubel! Yeah! Diese technische Neuerung dauerte leider etwas länger. Wenn es nach mir Technik-Depperl gegangen wäre, hätte das noch drei Jahrhunderte länger gebraucht. Aber dank meiner Berliner Checker-Buam haute das jetzt noch hin.

Pünktlich zur Wiesn. O’blogt is!

Was ich in der Blog-losen Zeit so getrieben habe? Nun, ziemlich viel. Grins.

Ich habe einen Zahn weniger (fragt lieber nicht), ein paar Schuhe mehr und: Ich habe einen großartigen Mann, genauer gesagt: den fabelhaftesten Kerl der ganzen Welt, an meiner Seite! Das ist ja schon mal ne Sensation.

Sein Schnarchen klingt in meinen Ohren wie Meeresrauschen. Seine abrasierten Bartstoppel sehen für mich im Bad wie süße Schachbrett-Muster aus. Er trinkt für mich keinen Rotwein mehr (werd davon sofort müde), ich esse weniger Brokkoli und mehr Fleisch. Jaa, das muss endlich die wahre, echte, nie dran geglaubte Liebe sein.

“Nach zwei Jahren ist das sicher vorbei”, – motivierten mich freundlicherweise meine Freundinnen (muss ich betonen, dass sie ALLE Single und deshalb liebes-neidisch sind?). Egal. Wer denkt in Jahren, wenn die Wiesn und somit eine andere Zeitrechnung bevor steht.

Mein Chef gab mir freundlicherweise gestern frei. Wissend, dass ich allein am morgigen Samstag von neun Uhr morgens bis halb drei nachts auf der Wiesn sein werde. Doppel-uff.

Deshalb begab ich mich gestern in Prehab. Zumindest hatte ich das vor. Ich tat etwas, was ich nie, nie, nie mache und auch gar nicht kann (fragt den fabelhaftesten Mann aller Zeiten): KOCHEN.

So schwer kann das doch nicht sein. Muss ja nicht gleich so Sterne-mäßig bei meinem Test-Publikum abgehen. Ein “Lecker” würde mir reichen. Also kochte ich Hühnersuppe, um mein Immunsystem auf Vordermann zu bringen.

Mein Metzger erklärte mir in Kürze, wie es geht. Ich nahm ein ganzes Huhn, Karotten, Lauch und so Zeug und fühlte mich wie Eckart Witzigmann, Hans Haas, Alfons Schuhbeck und Heinz Winkler zusammen. Vielleicht sollte ich künftig auch mal über Gewürz-Läden nachdenken. Super Einnahmequelle.

Sieht ja schon mal fantastisch aus: meine 1. Suppe. Foto: icke

Nach dreieinhalb Stunden war mein Meisterwerk fertig. Ich verbrannte mir beim Probieren gleich mal die Zunge – und schmeckte dann eh nichts mehr. Mein fabelhafter Mann fand es “lecker”, ich liebte ihn gleich noch mehr. Allerdings platzte ihm nach dem ersten Teller eine Ader im rechten Auge. “Tolle Suppe, wirklich”, meinte er beim Blick in den Spiegel. “Das ist die Suppe des Grauens.”

Der fabelhafteste Mann sah aus wie ein Graf-Drakula-Zombie-Frankenstein-Mix. Mein schlechtes Gewissen war unendlich groß.

Ich kaufte eine Flasche Schampus, kühlte sie, hielt sie an sein knallrotes Auge und flößte ihm den Inhalt liebevollst ein.

Prehab wird ja auch überschätzt.  Genauso wie kochen.

Bussi, Eure Kimberly

 

I kissed Katze

03. März 2011

Hello Again!

Die Zeit rennt und selbst wenn ich Ballerinas anziehe, komm ich nicht hinterher. Andere nennen es Wochenende, ich nenne es: Lunch mit Katy Perry. So ging es letzten Samstag schon mal verdammt weltstarhaft-cool los.

Zum Frühstück gibt es “Pink Pop”-Rosé-Champagner. Gut, dass die Fastenzeit erst nächste Woche startet. Grins.

Guten Morgen! Schampus-Frühstück in der Sonne. Warten auf Katy Perry kann auch mal ganz nett sein. Foto: Monsieur Butterfly

Guten Morgen! Schampus-Frühstück in der Sonne. Warten auf Katy Perry kann auch mal ganz nett sein. Foto: Monsieur Butterfly

Im Börsenparkett, über dem Heart, bittet Katy Perry zum Talk. Sie ist das neue Gesicht von Thomas Sabo und deshalb reichlich funkelnd behängt.  Sie ist süß, bisschen sexy, voll Profi. Aufgeregte Mode-Journalisten aus Mailand und Moskau schreien beim Anblick der Edel-Häppchen aufgeregt: “Bloß keine Kohlenhydrate!”

Winke, winke! Katy Perry in Mucke. Foto: dpa

Winke, winke! Katy Perry in Mucke. Foto: dpa

Nach 30 Minuten ist Katy wieder weg. Was bleibt? Die Erkenntnis, dass Wimperntusche für sie das Wichtigste ist, dass sie nie ungestylt rumrennt und weder zu viel noch zu wenig Party macht.

Schneller Vorlauf: Am Montagmorgen treffe ich das, nun ja, männliche Gegengewicht zu Katy Perry – Howard Carpendale. Jawoll, der hat fast genau so viele Fans. Wenngleich auch in einer anderen Generation.

Damit er sich im Bayerischen Hof bei unserem Gespräch wie daheim fühlt, fragt er: “Kann ich meine Schuhe ausziehen?” Klar.

Da hat er seine Schuhe noch an: Howie + icke. Foto: Gregor Feindt

Da hat er seine Schuhe noch an: Howie + icke. Foto: Gregor Feindt

Der Socken-Talk ist interessant und lustig. Er ist gerade auf Diät und trinkt nur Cola light. Wir reden über Gutti, DSDS, Carmen Nebel, Dschungelcamp, seine Söhne, seinen Umzug nach München undundund.Unter uns: Der Howie ist echt ein feiner, kluger Kerl. Nur, dass er bei sich dahoam NIE Musik hört, finde ich komisch. Wenn ich mal ausnahmsweise bei mir Zuhause bin, läuft immer der CD-Player (fragt meine Nachbarn, haha).

Am nächsten Tag geht’s hoch hinaus. Mit Trash-Überfliegerin Daniela Katzenberger treff ich mich bei 118000 im 21. Stock. So viel zum Thema Jobeinsatz. Leide schrecklich unter Höhenangst und bin da trotzdem hin. Die Katze hat zum Glück auch Höhenangst, so dass wir uns aneinander festhalten – beim Shooting auf dem Balkon. Sie lobt meine pinke Herz-Kette. Ich frage, ob ihre pinke Phase vorbei ist, weil sie heute so unpink ausschaut. “Winterklamotten gibt’s so wenige in Pink”, bedauert sie.

Blondinen unter sich: Katze und ich (bissl bleich wg Höhenangst). Foto: Michael Tinnefeld/API

Blondinen unter sich: Katze und ich (bissl bleich wg Höhenangst). Foto: Michael Tinnefeld/API

Wir sind zwei Stunden zusammen, haben ne Menge Spaß. Man kann ja halten von ihr, was man will. Sie hassen oder lieben. Dämlich oder lustig finden. Meine Stimme hat sie jedenfalls. Sie erzählt mir, dass sie keine Freunde hat, auch mal einsam ist und schon irgendwann mal gern einen Mann hätte, der sie glücklich macht. Und: “Meine Mama ist ja grad in der Weighters-Phase, kocht nur noch danach. Sie hat schon zwei Kilo abgenommen, aber Papa Peter vier. Deshalb streiten die sich jetzt dauernd. Ich ess morgens Nutella mit Banane aufm Toast und sonst am liebsten Leberwurst. Als Kind hat mir meine Mama ins Kartoffelpü immer püriertes Rinderhirn reingemischt. Hat aber auch nix geholfen.”

Nächster Tag, nächste Frau. Und was für eine! Die coolste Rocker-Braut der Welt: Jerry Hall präsentiert im Bayerischen Hof ihre Biografie “Mein Leben”. Und was für ein Leben! Zwischen Mick Jagger (23 Jahre zusammen happy plus Heirat plus Scheidung), Bryan Ferry (zwei Jahre plus Verlobung plus Verlassen wg Mick), LSD, Modeln, Andy Warhol, Studio 54 und vier Kindern.

Weltweites Glamour-Paar: Jerry und Mick in den späten 70ern. Foto: Schirmer/Mosel

Weltweites Glamour-Paar: Jerry und Mick in den späten 70ern. Foto: Schirmer/Mosel

Sie erscheint überpünktlich und überfröhlich. Sie ist 54, sieht 20 Jahre jünger aus. Und das ohne Botox und den ganzen Schnickschnack. Ihr Schönheits-Rezept?

Jerry schmunzelnd: „Es geht nicht nur um Ernährung oder Yoga – das Wichtigste im Leben ist Spaß. Enjoy yourself! Ich will natürlich bleiben und kein Botox. Der Vorteil des Älterwerdens ist, dass meine Augen ein bisschen schlechter werden und ich nicht mehr jede Falte im Spiegel sehe.“

Zeitlos schön und cool: Jerry Hall im Bayerischen Hof. Foto: API/Michael Malfer

Zeitlos schön und cool: Jerry Hall im Bayerischen Hof. Foto: API/Michael Malfer

Bingo! Jerry hat’s begriffen. Will auch kein Botox. Also, habt Spaß! Enjoy yourself – das mach ich jetzt auch!

Bussi, Eure Kimberly

Im Wagyu-Wahn

25. Februar 2011

Guten Morgähn, Ihr Hübschen (komme langsam zu mir)!

Watt ne Woche. Bevor ich den Überblick verliere oder es mir selbst nimma glaube, muss ich’s schnell aufschreiben.

Montag: Dschungelcamperin Indira is da. Wird – Überraschung – ne lange Nacht. Quatschen über Sarrazin, Gutti, Jay und den ganzen Rest. Am 13. März kocht sie beim perfekten Promi-Dinner auf Vox. Mit dabei sind Jay, Froonck, Katy und ich. Helfe als Freundin meiner Indilindi, obwohl ich überhaupt nicht kochen kann. Zum Glück hat uns Wiesn-Wirt Edi Reinbold Menü-Tipps gegeben (Chili-Fleischpflanzerl, Ente + Blaukraut + Knödel und Bayerisch Creme flambiert) und ein Bierfass. Während des Kochens trinken wir auf nüchternen Magen Enzian, wird also alles gut, haha. Mehr wird an dieser Stelle (noch) nicht verraten… grins.

Dienstag: Nach wenig Schlaf und fünf Schichten Makeup spiele ich wach. Am frühen Abend treffe ich mich nebenan im Salt mit Fußball-Held Lothar Matthäus, der mir seine neue Freundin Ariadne vorstellen will. Sie studiert Psychologie, hat davon echt ne Ahnung und ist auch sonst erfrischend symphatisch und lustig. Kennengelernt haben sie sich im H’ugo’s, anfangs nannte sie ihn Matthias, weil sie das beim Vorstellen statt Matthäus verstanden hat. Very witzig.

Seine Neue: Ariadne und Lothar. Foto: dpa

Seine Neue: Ariadne und Lothar. Foto: dpa

Es gibt Weißwein, eine kurze Schokoladenkuchen-Krise und natürlich wird über die goldene Rolex, Deutschlands berühmt-berüchtigste Uhr philosophiert. Indira ist auch dabei (berät telefonisch ihre Mama für den morgigen Lanz-Auftritt und ist totally geschockt, dass Lothar Sarah Dingens im Dschungel so gut fand), der AZ-Lokalchef Michi S., für kurze Zeit A. und später noch Monsieur Butterfly. Als wir ins Bett fallen, ist es hell.

Mittwoch: Indira ist weg zu Lanz, dahoam steht ein iPad, von dem niemand mehr weiß, wie es da hingekommen ist. Luxusproblem, i know. Fühle mich wie im Film Hangover. Naja. Eigentlich hab ich mir vorgenommen, heut mal früher ins Bett zu huschen. Aber: Pustekuchen. Nach der AZ geh ich nochmal kurz ins Salt, danach zu Lippert’s Friseure – Monsieur Butterfly will seine hübschen Haare kürzen lassen. Danach hüpfen wir rüber ins The Grill, im ersten Stock über der neuen L’Osteria. Unten hockt X-Factor-Moderator Jochen Schropp und genießt sehr günstige Pizza.

Oben im Grill ist es ein Traum. Und ich esse das beste Steak meines Lebens: ein französisches Charolais-Filet für 21 Euro. Wow!!! Butterzart, perfekt, ein Gericht-Gedicht. Noch heute denke ich gerne daran zurück. Dazu gibt es Tajine-Gemüse und saftige Gespräche. Am Nebentisch sitzt Wiesn-Wirt Sepp Krätz mit seiner Tochter Steffi. Auf ein Glaserl Rosé-Schampus kommt er zu uns, schwärmt von seinem Wagyu-Steak (39 Euro) im Besonderen und Wagyu-Fleisch im Allgemeinen.

Donnerstag: Nach der AZ (ja, nebenbei arbeite ich auch noch) düse ich zu Sepp Krätz in sein Büro über dem Andechser am Dom, weil wir eine sehr lustige Geschichte besprechen, die am Wochenende im Blatt ist. Also in der Zeitung – für alle Blog-Verrückten und Alltag-Entrückten: Die Abendzeitung ist aus Papier und gibt es an jeder Ecke zu kaufen. Aber das nur btw.

Sepp Krätz mit einem Kälbchen. Was es damit auf sich hat, steht in der Wochenendausgabe der AZ. Foto: icke

Sepp Krätz mit einem Kälbchen. Was es damit auf sich hat, steht in der Wochenendausgabe der AZ. Foto: icke

Später geh ma noch auf einen Schluck runter, da kommt prompt Feinkost-König Gerd Käfer reinspaziert – zusammen mit dem Douglas-Chef. Gerd will essen, ratschen, lustig sein. Es gibt Knödel mit Schweinebratensoße als Vorspeise, danach Schnitzel (für mich mit Spinat, da ich nach dem ganzen Irrsin mal was Gesundes brauche), danach Käse, danach Eis. Danach bin ich pappsatt, aber glücklich. Der Schichtl ist auch da und die Franzi, Bierkönigin des Vorjahres. Das volle München-Programm. Indira meldet sich, schwärmt vom Lanz-Auftritt und ihrem neuen Freund Thilo Sarrazin. Jay ist grad bei Raab und Sarah Dingens bei Kerner. Ich dagegen bin um halb 4 im Bett – zu den Nächten davor echt mal früh.

Freitag: Ist ja heute. Also mal guckn, was noch passiert. Sollte mal Schönheitschirurg Bruce anrufen, der hat in seinem Kühlschrank immer Botox-Spritzen stehen. Nee, Schmarrn. Bleib lieber wie ich bin. Deshalb kann ich auch mit seeeehr großer Genauigkeit sagen, dass ich heute sicher wieder nicht VOR 6 h morgens schlafen werde.

Morgen treffe ich zum Lunch Superstar Katy Perry, bis dahin muss ich wach sein.

Aber hey, das Leben ist viiiel zu kurz, um zu schlafen. Geht lieber raus und esst mehr Wagyu-Fleisch!

Bussi, Eure Kimberly

P.S.: Mein iPhone hat übrigens seinen Geist aufgegeben. R.I.P. iVan. Seufz.

Barbie und Ken

22. Februar 2011

Huhu, meine Lieben!

Viiielen Dank für Eure Kommentare und Mails! Aber: Ihr dürft mich nicht schimpfen, wenn ich nicht täglich fünf Blogs raushaue, da ich ja auch noch nebenher ein bisschen arbeiten, leben, lieben und feiern muss.

Von gestern auf heute hab ich nur drei Stunden geschlafen, also verzeiht meine Rächtschreipfehla :)

Habe neben Monsieur Butterfly (danke der Nachfrage, ich glaub, er hält es mit mir ganz gut aus) und Dschungelcamperin Indira zwei neue Mitbewohner. Der ein oder andere von Euch müsste sie eigentlich kennen.

Sie waren lange unzertrennlich, dann wurden sie für lange Zeit getrennt – und nun, nach sieben schrecklichen Jahren, haben sie sich wiedergefunden: Barbie und Ken. Idole meiner Kindheit. Ich hatte mehr Barbies, als heute Schuhe in meinem Kühlschrank stehen. Unvorstellbar, gell?

Aber, hey: Es ging da nicht um Kleinmädelskram, Frisuren stylen und Outfits wechseln. Nein, mit ihnen konnte ich Zukunft spielen. Der erste Freund, der erste Kuss. Und sie blieb sich dabei treu – es war ja immer Ken dabei. Kleinere Geschwister von Freundinnen, die wir als Babys abstempelten, durften nur den Barbie-Hund spielen. Denn der hatte keine Text.

Barbie war meine pinke Welt. Das Leben rosarot. Hach!

Habe es nie verstanden, dass Mattel dann irgendwann Ken einstellte. Zum Glück war ich da schon erwachsen, sonst hätte ich bis gestern geheult. Was für eine grauenhafte Vorstellung: Die Welt ohne Mann. Ohne Liebe. Sollte Barbie lesbisch werden? Oder Nonne?

Jedenfalls ist es ihr nicht sonderlich gut bekommen. Und die Typen von Mattel sind endlich zur Vernunft gekommen. Sie haben Ken reloaded.

Nicht, dass ihr denkt, ich hätte einen Dachschaden. Ich bin jetzt nicht gleich in den nächsten Spielzeugladen gerannt und hab mir den neuen Ken gekauft. Nee, hab ja noch meine alten Barbies und Kens (wo eigentlich?). Die von Mattel haben mir den ersten neuen Ken geschickt. Mit Barbie. Klar. Sind ja jetzt wieder unzertrennlich.

Willkommen zurück: Barbie und Ken, Traumpaar aller Mädchenzimmer. Foto: io

Willkommen zurück: Barbie und Ken, Traumpaar aller Mädchenzimmer. Foto: io

Was für eine große Freude, dieses Päkchen aufzumachen! Hatte Tränen des Glücks in den Augen. Fühlte mich mit einem Schlag wie 11.

Gut, Ken schaut n bissl soft aus, nicht ganz mein Typ. Aber wichtig ist, dass es für alle kleinen Mädchen wieder Hoffnung gibt: Für jede Frau gibt es einen passenden Mann!

Bussi, Eure Kimberly

Meine wilde Nacht mit Indi

11. Februar 2011

Verehrteste Blog-Gemeinde,

ich hatte zwei Tage frei und bin so fertig wie nie, nie, nie. Warum? Meine allerliebste Indilindi a.k.a. Dschungel-Königin der Herzen Indira hat mich in München besucht. Und ihr Alltag ist gerade anstrengender, verrückter und natürlich wilder als der von Obama, Madonna und Brangelina zusammen.

Zur Begrüßung habe ich meine Küche ein bisschen blau-weiß aufgepimpt. Eine “Herzlich Willkommen”-Girlande, Augustiner-Weißbier, Obatzda, frische Brezn, Radiserl, Schampus und Bloody Marry (trinkt sie so gern). Erschöpft, aber strahlend kommt Indi Jones an. Ihr Handy-Akku ist seit Mittag leer, weil dauernd irgendjemand anruft. Lanz, Kerner, Frauke Ludowig, alle TV- und Print-Stationen dieses Landes, Chartshows, Karnevalsvereine, der Ballermann, Exklusiv, Explosiv und wie die ganzen Sendungen heißen. Uff, uff.

Ich verleihe ihr meine Schneewittchen-Krone, weil die viel sweeter als der Dschungel-Thron ist.

Dschungel-Party in Mucke: Indi und ich. Foto: Monsieur Butterfly.

Dschungel-Party in Mucke: Indi und ich. Foto: Monsieur Butterfly.

Außerdem schenke ich Indi einen grünen Frosch, falls Jay doch nicht der wahre Prinz sein sollte. Sie freut sich.

Quak! Indi küsst ihren Frosch in meiner Küche. Foto: mio

Quak! Indi küsst ihren Frosch in meiner Küche. Foto: mio

Doch nach spätestens zwei Stunden in der Küche weiß ich: Indi liebt Jay. Punkt. Sie schreiben sich süße SMS, vermissen sich, nennen sich Schnuffel und Schnuckel und führen sich auch ganz schnuffig-schnucklig auf. Er wollte sie nach Malle einladen, drei Tage nur sie beide, aber dann kamen 5 Mio Termine dazwischen. “Boah, bin ich verknallt”, schwärmt mir Indi vor.

Sex hatten sie noch keinen. Glaubt ihr (und mir) zwar niemand, aber Indi ist da echt oldschoolig. Kein Mädel für One-Night-Stands: “Wir sind schüchtern wie zwei Teenies. Es ist schon soviel in der Anfangsphase passiert, da wollen wir jetzt keine Fehler mehr machen.”

Nach einer lustigen, aber seeehr kurzen Nacht fahren wir am nächsten Tag ins Hotel Jungbrunn im Tannheimer Tal. Indi will abtauchen – im wahrsten Sinne. Bisschen baden, wellnessen, weg von der Balla-Balla-Außenwelt.

Schaumig: Indi taucht ab. Foto: Froonck Rollitz

Schaumig: Indi taucht ab. Foto: Froonck Rollitz

Auch hier fragt die Hotel-Chefin Ulrika Gutheinz gleich zur Begrüßung: “Meine Tochter ist gerade in Amerika. Aber ich soll dich fragen, was da jetzt mit dir und Jay wirklich läuft!?”

Indi beantwortet zum etwa 490 329 663. Mal die Frage, die die Nation bewegt.

Schlamm drüber! - ist Indis Motto. In dem Fall, hier im Hotel Jungbrunn, ist es Tonerde. Foto: icke

Schlamm drüber! - ist Indis Motto. In dem Fall, hier im Hotel Jungbrunn, ist es Tonerde. Foto: icke

Nächster Stopp: Franziskaner. München satt. Bei Edi Reinbold freut sich Indi über die volle Bayern-Dröhnung. Wiesn-Wirt Edi kommt zu unserem Tisch, stzt sich hin, bestellt Sprizz für alle und fragt in seiner herzerfrischend bayerisch-direkten Art: “Meine Söhne lesen das normal ja nicht. Aber jetzt liegt da grad einer bei uns dahoam rum. Bist du die aus dem Playboy?” Indira: “Jo!” Edi nickt, grinst und sagt: “Respekt!”

Wir düsen kurz zu mir nach Hause. Ich hol noch schnell was aus der Apotheke. Die ältere Apothekerin sieht Indi, zwinkert ihr zu und sagt: “Du hast das übrigens toll gemacht im Dschungel. Und bei Lanz.”

Vor meiner Wohnungstür stehen zwei Mädels, die rauchen. Als sie Indi sehen, zucken sie zusammen, sagen “Huch”, aber mehr fällt ihnen gerade auch nicht ein. Dahoam stylen wir uns schnell um und fahren in den In-Club Heart. Indi hat ein paar München-Freunde für ein Uhr nachts hierher bestellt. “So als Dankeschön auf einen Drink”, wie sie meint. Aus einem Drink werden weitaus mehr. Problem ist nur, dass viele der Freunde verstritten sind und nicht kommen wollen, wenn der andere kommt. Aber natürlich sind alle da.

Schönheits-Doc Bruce, der andere Schönheits-Doc Karsten, Unternehmer Benn, der Jenzi, der T., die A., der Ugo vom H’ugo’s – und natürlich der Lothar Matthäus. Ist von seinem Türkei-Trip zurück und kuschelt mit seiner Ariadne. Ex-Frau Liliana hatte Indi vorher eine SMS geschrieben, dass sie nicht kommt, wenn der XXX kommt. Der XXX war gar nicht da und Liliana gar nicht eingeladen. Liliana ist da mit Mädels-Tröster Flo Orterer, sitzt auf der anderen Seite des Raumes und schaut grantig zu Lothar rüber. Tara-Reid-Ex Michael Axtmann ist auch da – auf seiner Yacht knutschte Liliana einst fremd.

München, ich liebe es!

Zu sehr später Stunde, Lothar ist gerade nicht auf seinem Platz, geht Liliana zu Ariadne rüber. Sie sieht ihre goldene Rolex am Handgelenk und schreit ihre Nachfolgerin an: “Das ist meine Uhr! Gib mir die Uhr!” Liliana reißt an Ariadnes Hand. Da kommt Lothar zurück und versucht, die zickende Ex zu ignorieren. Zum Glück ist die Musik laut.

Liliana fällt nichts Besseres ein, als vor dem sitzenden Lothar und seiner Ariadne zu tanzen. Oh, mei!

Egal wem die Uhr gehört, richtig ticken tut hier kaum einer. Als Lothar und Ariadne schließlich mit Uhr verschwinden, hat es LIliana auch plötzlich eilig und ist weg. Lothar am nächsten Tag zu mir: “Das Zusammentreffen war trotzdem friedlich. Jeder lebt jetzt sein Leben.”

Und was für eins!

Bussi, Eure Müderly

Der letzte Film

08. Februar 2011

Liebe Trauergemeinde!

Die Michaelskirche in der Münchner City, außen, Tag.

Um 9.30 Uhr erscheine ich als eine der ersten. 1500 Gäste werden folgen, um sich von Film-Legende Bernd Eichinger zu verabschieden. Bis jetzt sind Dutzende Polizisten und Security-Leute da. Und natürlich ein paar Schaulustige. Ah, da kommt Oliver Berben. Der Constantin-Chef trägt Trauer – und dazu eine dunkle Sonnenbrille. Telefoniert mit dem iPhone und verschwindet über den schwarzen Teppich in die Kirche.

Ein Polizist bietet mir ein Twix an. Ich lehne dankend ab. Ich finde Trauerfeiern persönlich ganz schrecklich, sobald jemand weint, weine ich solidarisch mit. Und heute werden viele Tränen kullern.

Um kurz vor elf Uhr bin ich in der Kirche. Hinter Wim Wenders und Alexandra Kamp.

Eichingers Mutter Ingeborg wird durch einen geheimen Hintereingang eingeschleust. Der Tod ihres geliebten, einzigen Sohnes hat sie gebrochen. Zwei Frauen müssen sie beim Gehen stützen. Als sie an dem großen Schwarz-Weiß-Porträt ihres Bernds vorbeigeht, schaut sie ihm wie erstarrt in die so fröhlich lachenden Augen. Uff.

Fünf Minuten später folgen Eichingers zauberhafte Frau Katja und seine süße Tochter Nina. Sie legen rote und gelbe Rosensträuße vor dem Bernd-Bild nieder, setzen sich zu Mama Ingeborg. Ihre Augen sind rot geweint.

Nach zwei Stunden sehr bewegender Reden (Tom Tykwer, Uli Edel, Günter Rohrbach) denke ich an die großartigen Feste, die ich mit Eichingers erlebt habe. Ich war in der Oscar-Nacht, als Caroline Link für “Nirgendwo in Afrika” gewann, in Bernds Villa in Beverly Hills. Feierte da mit Uschi Obermaier, Volker Schlöndorff, Thea Gottschalk, Jürgen Prochnow und all den anderen Deutsch-Amis.

Ich war technisch eher noch im Steinzeitalter, deshalb telefonierte ich meinen Text in die AZ-Redaktion durch. Mein Handy ging nicht, also führte mich Nina ins Arbeitszimmer und brachte mir noch einen Cranberry-Drink. Als ich fertig war, waren alle Gäste weg. Klar, war auch für Eichinger-Verhältnisse schon sehr früh geworden.

Nur die Haushälterin und Nina waren noch wach. Wir setzten uns in die Küche und ratschen noch ein bisschen. Nina war noch weit von DSDS entfernt, erzählte mir von ihren Träumen und Plänen. Ich hatte sie auf Anhieb in mein Herz geschlossen.

Genauso ging es mir auch mit Katja. Während der Berlinale kam er zur Constantin-Party ins Sopranos, der coolen Bar von Oli Berben und Thomas P. Friedl am Ku’damm. Er hatte eine Frau an seiner Seite, die sich als Katja Hofmann vorstellte. Eine Journalistin, die aus Kassel stammt und in London lebte. Ein Jahr darauf war sie seine offizielle Freundin. “Jetzt versuchen wir es mal”, hatte er irgendwann zu ihr gesagt.

Sie versuchten es – und es klappte mehr als außergewöhnlich toll. Hochzeit und Happiness folgten.

Jetzt ist Bernd Eichinger tot. Aber glauben kann und will das niemand.

Bussi, Eure Kimberly

Der Dschungel-Kater

31. Januar 2011

Servus, verehrte Urwald-Gemeinde!

Fühlt Ihr Euch so schrecklich wie ich? Bin ähnlich down wie nach dem letzten Wiesn-Tag.Gerade hat man sich ans Dirndl und den Dauer-Party-Marathon gewöhnt, schon isses wieder aus.

Ja, seufz, nach dem Dschungelcamp ist vor dem großen Loch. Zwei Wochen gab’s das volle Gaudi-Tränen-Drama-Paket satt, man lebte wie in einer anderen Welt. Ich telefonierte mit Australien (via iPhone übrigens, deshalb bin ich jetzt pleite!) häufiger als Sonja Zietlow und Dirk Bach “Sarah Dingens” gesagt haben. Meine Gedanken, meine Gespräche – ja, es mag verrückt klingen – drehten sich ausschließlich ums Camp.

Und nu: Hilfe, wie geht das Leben ohne Dschungel?

Die lustige Dschungel-Familie - ohne Jay, aber mit Dr. Bob. Foto: RTL

Die lustige Dschungel-Familie - ohne Jay, aber mit Dr. Bob. Foto: RTL

Beim Dschungel-Kater bringt auch Aspirin nix. Espresso mit Zitrone? Shit drauf.

Habe schon überlegt, ob ich für meine hoffentlich ganz bald heimkehrende Indilindi meine Wohnung auf Dschungel pimpe. So mit Kakerlaken-Palmen-Maden-Deko. Dazu Schleim-Drinks, aber AUF KEINEN FALL: Krokodil-Penis-Häppchen. Die kommen mir nicht in den Magen – und schon gar nicht in die Bude.

Werde mit Indilindi dann mal alle lebenswichtigen Themen bequatschen: Wie geht’s Jay mental – und vor allem wie geht es mit ihm und ihr weiter? Was ist alles passiert, das nicht gesendet wurde? Und: Wie nervig ist Pseudo-Rapperin Sarah Dingens wirklich?

Gerade hatte ich eine 80-jährige Leserin am Ohr, die felsenfest überzeugt sagte: “Sarah war die einzige im Dschungel mit Charakter!”

Hach, wie furchtbar wird mir der Psycho-Dschungel fehlen!

Bussi, Eure Katerly

Indira ist draußen

28. Januar 2011

Meine schönsten Dschungel-Fans,

befinde mich in Kakerlaken-Schockstarre. War ja absolut oberüberzeugt, dass meine Indilindi Dschungel-Königin wird. Dann der Schreck, gestern kurz vor Mitternacht: Indi Jones muss raus. WARUM DENN DAS??

Sie war so souverän, hinreißend, bemüht, mutig, tapfer – und sie war verliebt. Vor 10 Millionen Zuschauern, die es ihr nicht glauben. Jetzt wird ihre Dschungel-Schummelei, Schmierentheater, Krokodilstränen-Show und sonstwas vorgeworfen.

Ich liebe Jay wirklich“, sagt sie mir geknickt am Telefon.

Fake-Paar? I wo! Indi und Jay beim fröhlichen Duschen. Foto: RTL

Fake-Paar? I wo! Indi und Jay beim fröhlichen Duschen. Foto: RTL

Kaum als sie draußen war, hat sie geraucht, gegessen (frischer Fisch, Brownie), getrunken (Bellini, O-Saft), gekotzt (“Mein Magen schreit nur noch nach Reis und Bohnen!”) und geweint.

Sie hat sich die letzten Sendungen angeschaut und ist erschrocken: “Plötzlich bin ich die Buh-Frau der Nation.  Uns eine Inszenierung vorzuwerfen, bringt wahrscheinlich die größere Schlagzeile, als die Wahrheit zu akzeptieren. Aus Hunderten von Stunden Sendematerial wurde am Ende alles so zusammengeschnitten, das Zweifel aufkommen können. Für Jay kann ich momentan nicht sprechen, aber meine Gefühle sind echt. Ich habe mich in diesen Mann verliebt. Wir hatten eine wunderschöne Zeit. Der Dschungel als Basis ist natürlich völlig surreal, aber ich glaube und hoffe, dass wir draußen eine Chance haben. Jetzt wollen wir erstmal zusammen nach Indien fliegen.”

Später spreche ich nochmal mit der lässigen Socke Mathieu, der betont: “Ich habe Indi und Jay mit eigenen Augen 24 Stunden am Tag gesehen und erlebt. Diese Bilder, die einer, der drinnen war, gesehen hat, kann kein Cutter der Welt zusammenschneiden. Da war null inszeniert! Indi hat die Beziehung aus Quoten- und Image-Gründen doch gar nicht nötig gehabt, sie wäre auch alleine so weit gekommen. In meinen Augen ist sie die Dschungel-Königin.”

Meine arme Indilindi ist wirklich verzweifelt. Meine halbes Jahreseinkommen vertelefoniere ich mit ihr. Aber das ist wurscht.Ich glaube ihr, weil ich ihr vertraue. Zwischen uns gibt es keine Lügen.

Es gibt noch einige Sachen, die höchst seltsam sind, die aber niemals jemand erfahren wird. Dafür sorgen genug Leute. Aber genug der Andeutungen, das Dschungel-Phone meldet sich schon wieder.

Bussi, Eure Kakerlakerly